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Die Austernbar von Fisch-Gruber am Wiener Naschmarkt ist wieder geöffnet!

Der Naschmarkt ist bekannt dafür bunt, multikulturell und vielfältig zu sein. Es gibt kaum etwas Schöneres, als einen verbummelten Nachmittag oder ein paar Stunden am Samstag im Markttreiben zu verbringen.
Die Fisch-Gruber Austernbar ist der perfekte Ort, sich das Geschehen am Markt anzusehen. Wolfgang Gruber verwöhnt Sie mit seinen Kindern Johanna und Richard persönlich. Sie öffnen die Austern frisch und nur für Sie!
Die Qualität der Gruber-Austern ist weithin bekannt. Wolfgang Gruber meint dazu: "Ich liebe Austern und genieße Sie jede Woche. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Sorten und war einer der ersten, der Gillardeau-Austern nach Wien brachte. Am wichtigsten ist mir die konstante Qualität der Muscheln, die ich persönlich überprüfe." Die Auswahl bei Fisch-Gruber reicht von holländischen Fine de Claire Austern, über holländische Belon bis zu Spezialaustern wie Muirgen, Gillardeau, Tsarskaya und Renart Boulon.
Zu den feinen Austern empfehlen wir als Bier ein Trumer Pils. Gebraut mit dem klaren Salzburger Gebirgswasser und einer feinen Hopfung unterstützt es das edle Aroma der Austern perfekt. Alternativ haben wir verschiedene Weine vom Weingut Franz Sommer in Mörbisch für Sie eingekühlt – darunter finden Sie sicher Ihren persönlichen Favoriten!
Die Fisch-Gruber Austernbar am Wiener Naschmarkt ist ab sofort immer bei Schönwetter für Sie geöffnet! Werfen Sie hier einen Blick in unsere mehrsprachige Austernbarkarte!
© Fisch-Gruber 2015 – Die Austernbar am Wiener Naschmarkt

Fisch&Me(hr)


Das Austernhaus Renart Boulon wurde aus der Leidenschaft für und dem Wissen um Austern geboren. Die einzigartige Lage zwischen den Dünen der Nordsee und Oosterschelde sowie die besondere Pflege der Austern gibt ihnen einen einzigartigen Geschmack: Eine Auster mit Terroir!
Renart Boulon – das sind der Meeresbiologe Ronald, der Fischer Adri und der Unternehmer Dave. Sie haben sich mit der Austernfarm einen Traum erfüllt: Das Wissen von Generationen, mit einem fundierten fachlichen Hintergrund und viel Liebe zum Produkt fließt in ihren Affinage-Prozess (Reifeprozess) der Austern ein.
Alles beginnt mir der Wahl der richtigen Austernparzellen. Diese können mit dem Ackerland eines Bauern verglichen werden – nur liegen Austern"felder" eben unter Wasser. Verschiedene Grundstücke weisen unterschiedliche Beschaffenheiten auf und definieren damit die Grundqualität und den Geschmack der Austern. Renart Boulon wählt die Grundstücke besonders sorgfältig aus, denn wie beim Wein soll dieses einzigartige "Terroir" transportiert werden.
Das Wachstum einer Auster auf diesen Parzellen von 1-2g bis zu einem Verbrauchsgewicht von 60-80g dauert etwa zwei bis drei Jahre, ganz wie die Natur will. Nachdem die Austern geerntet wurden, werden sie sortiert und manuell auf Qualität, Form und Aussehen kontrolliert – der Beginn des Renart Boulon Prozesses.
Der Ausgangspunkt für den einzigartigen Charakter der Austern von Renart Boulon ist das salzige Quellwasser, in dem die Austern affiniert werden. Das Wasser wird aus einem 70 Meter tiefen Brunnen unterhalb der Dünen, direkt hinter der Nordsee und der Oosterschelde, gewonnen – nur Renart Boulon Austern kommen in diesen Genuss. In diesem besonderen Reifeprozess werden die Gezeiten und ein Tag-Nacht-Rhythmus simuliert, damit die Austern die Mineralien und Nährstoffe des reinen Quellwassers aufnehmen können. So erhalten die Austern ihr einzigartiges Aroma und ihren reinen, raffinierten Geschmack.
Nach der Veredelung werden die Austern von Hand gepflückt, abgekühlt und verpackt. So bleibt das wertvolle Meerwasser in der Schale und die Qualität der Austern bewahrt.
Fisch-Gruber bezieht direkt von Renart Boulon die Qualität "Grandeur". Diese besonderen Austern kommen nur von den besten Parzellen der Farm. Durch spezielle Algen auf diesen Parzellen erhalten die Auster eine lichtgrüne Farbe und auch das Perlmutt der Schale schimmert leicht grün. Ihr weiches Aroma wird von einem Hauch Zitrus und Wassermelone umspielt.
Probieren Sie diese einzigartigen Austern mit Terroir bei Fisch-Gruber am Wiener Naschmarkt! Wir importieren wöchentlich Kisten à 12 Stück direkt aus den Niederlanden.
© Fisch-Gruber 2015 – Wilde Austern am Naschmarkt!

Die gefälschte LV-Tasche oder die Rolex-Replika gehören mittlerweile zum Alltag. Edle Güter werden kopiert – der Träger will das Prestige der Produkte zum Schleuderpreis, die Qualität spielt keine Rolle. Doch Fälscher machen nicht bei Luxusprodukten halt: Selbst Lebensmittel sind nicht vor ihnen sicher.
Die Familie Gillardeau ist weltweit für ihre Austern bekannt – sie gilt als der beste und exklusivste Austernproduzent überhaupt. Bei Fisch-Gruber beziehen wir seit einigen Jahren die Austern der Familie und sind von der Qualität begeistert: Die Austern sind ganzjährig voller Fleisch, nie fett und zeichnen sich durch ihren balancierten, leicht nussigen Geschmack aus.
Kein Wunder, dass diese großartige Qualität Fälscher anzieht: Die ersten unter falschem Namen angebotenen Gillardeau-Austern tauchten in China auf. Auch in Europa werden die nur in begrenzten Mengen erhältlichen Gillardeau-Austern oft kopiert. Restaurants und Händler verkaufen bisweilen minderwertigere Produkte als originale Gilardeau-Austern, um vom guten Namen des Spitzenproduktes zu profitieren. So berichtet die Geschäftsführerin Véronique Gillardeau: "Das ist uns selber in Restaurants in Frankreich passiert, dass wir Austern, die unter unserem Namen angeboten wurden, bestellt haben und dann feststellen mussten, dass sie definitiv nicht aus unserer Produktion stammten."
Das Familienunternehmen erleidet damit nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden (man schätzt zwischen 15-20%). Werden qualitativ schlechtere Austern als Gillardeau verkauft, werfen sie ein schlechtes Licht auf den hervorragenden Namen. Dem tritt die Familie nun mit einer neuen Strategie entgegen: Gemeinsam mit einem Papierfabrikanten, der auf die Herstellung von fälschungssicherem Banknotenpapier und biometrischen Pässen spezialisiert ist, hat die Familie ein spezielles Verfahren zur Lasergravur ihrer Austern entwickelt.
"Künftig werden alle Austern, die wir vertreiben, dank unseres mit Laser eingravierten Logos G unverkennbar sein", sagt die Geschäftsführerin des Familienbetriebes. Dafür wurde eine eigene Gravurwerkstatt eingerichtet. "Dieses Logo wird eine Garantie für die Verbraucher sein", so Gillardeau. Das neue Gravurverfahren steigert die Qualität des Produktes nochmals zusätzlich, denn für die Gravur wird jede Auster einzeln von den Mitarbeitern in die Hand genommen und begutachtet. Nach dieser zusätzlichen Kontrolle werden die Austern graviert und von Hand verpackt.
Bei Fisch-Gruber können Sie sicher sein, nur 100% originale Gillardeau-Austern zu erhalten – drehen Sie die Auster einfach um und suchen Sie auf der gewölbten Seite das gravierte G! In unserer Austernbar am Naschmarkt können Sie Gillardeau-Austern bei einem guten Glas Wein verkosten – genießen Sie leistbaren Luxus!
Lesen Sie hier mehr über die wunderbaren Austern der Familie Gillardeau >>
(Zitate im Artikel: Die Welt)
© Fisch-Gruber 2015 – Die Austernbar am Wiener Naschmarkt

Die Einzigartigkeit der Auster liegt in Ihrer faszinierenden Exotik und Konsistenz. Der Geschmack, edel und sinnlich zugleich, faszinierte Königshäuser die Jahrhunderte hindurch. Heute erlebt die Auster ein kulinarisches Comeback. Im antiken Rom und Griechenland wurde die Auster als exotische Köstlichkeit gerne serviert. Hier wurden bereits erste Zuchtversuche unternommen, um den hohen Bedarf langfristig zu sichern.

Von der professionellen Aufzucht dieser exklusiven Weichtiere in Austernbänken in der französischen Bretagne wird ab dem Jahre 1910 berichtet.
Auskunft über die Frische erhält man, indem man einige Tropfen Zitrone über die geöffnete Auster träufelt. Zieht sie sich zusammen, ist sie frisch. Der klare, natürliche Geschmack entfaltet sich immer noch am Besten, wenn man sie roh, im Ganzen verzehrt. Die Auster besteht zu 80% aus Wasser, 9% Eiweiß, 4,8% Kohlenhydraten und 1,2% Fett. Erwiesen ist der hohe Nährwert: Ein Cocktail an Mineralstoffen, Proteinen und Vitaminen, wie B12 und D.

Um sich diesem Genuss jedoch hingeben zu können, bedarf es zuvor eines fachmännischen Prozedere. Die Auster verschanzt sich nämlich hinter einer gepanzerten Festung. Der Aufwand lohnt sich allemal, denn Geschmack und Konsistenz in Kombination entfachen ein Feuerwerk der Sinne. Zudem ist die Auster ein Diäthappen par excellence. Ein Kilo Austernfleisch bringt es gerade mal auf 700 Kalorien.

Lagerung: im Kühlschrank, nicht in Wasser, max. 10 Tage
Weinempfehlung: weiß und trocken, Temperatur = annähernd so wie die kühl servierten Austern.
Mehr Infos – Austern-Guide unter: http://www.chow.com/food-news/54695/oysters-demystified/

Interessantes zum Thema AUSTER! Ist Austernessen Tierquälerei? Sterben Austern langsam und qualvoll? Italienische Forscher sind dieser Frage bereits vor Jahren auf den Grund gegangen. Lesen Sie bald mehr!

© Fisch-Gruber, Qualität – für die besten Austern in Wien

Austern Essen - Artikel in der Zeit
Austern Essen – Artikel in der Zeit


Die frühesten Nachweise von Austernkonsum finden sich in prähistorischen Muschelhaufen. In Dänemark wurden versteinerte Schalen der europäischen Auster gefunden. Dass sich Steinzeitmenschen an den Tieren satt aßen ist aber unwahrscheinlich – 250 Stück hätte ein Mensch verspeisen müssen, um seinen Kalorienbedarf zu decken!
Austern in der Antike
Bereits die alten Griechen schätzten Austern als Vorspeise. Auch im alten Rom wurden Austern geschätzt, sowohl roh als auch gegart. Damals galten Austern als Delikatesse, vorbehalten für eine kleine Schicht wohlhabender. Besonders beliebt waren große, fleischige Austern aus dem Lucrinersee bei Neapel – doch unterschiedliche Moden brachten auch Austern aus England, Schottland und Aquitanien in die Stadt. Der Transport erfolgte in Amphoren, die mit Salzlake oder Meerwasser gefüllt waren.
Kaiser Trajan schätzte die Tiere so sehr, dass er sich die Austern mit Eis und Schnee gekühlt in sein Militärlager nach Persien nachschicken ließ – wo die Austern angeblich lebend ankamen. Doch auch in anderen Militärlagern in Deutschland, Österreich und der Schweiz fand man Austernschalen in den antiken Küchenabfällen.
Mit den christlichen Fastengeboten stieg auch die Nachfrage nach Meeresfrüchten. So wurde den griechischen Mönchen ca. 360 nach Christus durch die Synode von Laodicea nahe gelegt, an den 163 Fasttagen Gemüse, Austern, Muscheln, Krebse, Hummer, Schnecken und Froschschenkel zu konsumieren. Im Zuge dessen finden sich in antiken Kochbüchern eine Vielzahl an Rezepten für Austern in allen Varianten.
Von wegen dunkles Mittelalter !
Austern wurden auch im Mittelalter geschätzt. Der größte Austernschalenberg wurde in Poole (England) gefunden und besteht aus ca. 3,8 bis 7,6 Millionen Austernschalen. Nach Paris – dem heutigen Mekka der Austernliebhaber – kamen Austern erst im 11. oder 12. Jahrhundert. Dort waren sie anfangs ein Essen für arme Leute. Man nimmt an, dass um 1300 Austern billiger als frischer Fisch waren. Pieter Brueghel d. Ä. stellt auf seinem Kupferstich Die magere Küche eine Gruppe armer Leute dar, die Austern aus einem Topf essen.
Austernkonsum in der Neuzeit
Bis ins 17./18. Jahrhundert hinein waren Austern sehr billig zu haben. Auf dem Londoner Fischmarkt Billingsgate waren im Jahr 1701 für 4 Shilling (ca. 3-4 Tageslöhne eines Arbeiters) ganze 200 Austern zu haben.
In Frankreich gab es indessen im 17. Jahrhundert einen Austernboom – die opulenten Mahlzeiten in Versailles waren stets von Austern gekrönt. In Paris sollen damals 2000 Austernverkäufer ihre Ware angepriesen haben, wobei geschälte Austern preiswerter waren. In der Kunst finden Austern nun Eingang in die prunkvollen Stillleben der niederländischen Maler.
Während die großen Austern immer noch den Reichen vorbehalten waren, blieben kleinere Exemplare Armeleuteessen. Charles Dickens schreibt in seinen Pickwick Papers (1836): "Es ist bemerkenswert, dass Armut und Austern immer zusammengehören." Selbst als um 1900 Fish and Chips zur Billignahrung für Arbeiter avancierenten, waren an den Küsten Irlands Austern immer noch als Snack beliebter. Auch in New York wurden Austern im 19. Jahrhundert als Snack verkauft und konnten sich gegen den Hot Dog behaupten. – bekam man doch für den Preis eines Hot Dogs einen ganzen Teller Austern. Im Gegensatz zu Frankreich wurden Austern in England und Amerika jedoch meist gegart bzw. in Pasteten oder als Suppeneinlage verzehrt.
Rekorde über Rekorde
Geschichte vom Verzehr unglaublicher Mengen Austern sind legendär. Der römische Kaiser Vitellius (12-69 n. Chr.) soll angeblich an einem Tag 400 Dutzend Austern verzehrt haben ! Der Französische Generaloberst von Paris Andoche Junot (1771-1813) soll sich jeden Morgen (!) mit 300 Austern gestärkt haben. Das Appetit Lexikon von 1894 attestiert dem wahren Kenner "nie über 60, höchstens 72 Stück hinaus" zu gehen. Auch in "Notsituationen" wurde gern auf Austern zurückgegriffen: So soll Ludwig XIV. vor seiner Hochzeitsnacht mit Maria Theresia von Spanien ganze 400 Stück Austern zur Stärkung verschlungen haben.
Den absoluten Rekord wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreicht: Allein in London wurden 500 Millionen Stück pro Jahr verzehrt, in Nordamerika schätzt man den Verbrauch in dieser Zeit auf 9-12 Milliarden Austern pro Jahr.
Durch den enormen Verzehr und die rücksichtslosen Fangmethoden (Grundschleppnetze, die den Meeresboden und die Austernbrut vernichteten) wurden die Austernbestände radikal dezimiert. Erst ab 1850 begann man Austern zu kultivieren – was langsam zu einer gewissen Entspannung führte.
Quelle: Birgit Pelzer-Reith: Venus, Schildpatt und Knallgarnele [alles außer Fisch]. Hamburg: marebuchverlag, 2008.
© Fisch-Gruber, 2010 – Meer als Fisch

Etwa eineinhalb Stunden südöstlich von Rotterdam, auf der Halbinsel Zuid-Beveland am Meeresarm Oosterschelde, liegt Yerseke (ausgespr.: Ierseke). Yerseke liegt in der niederländischen Provinz Zeeland (Seeland). Berühmt ist Yerseke wegen seiner Muscheln. Hier findet auch die einzige Muschelauktion der Welt statt und mehr als ein Drittel der über 6000 Einwohner leben vom angrenzenden Meer und seinen Erzeugnissen.
Neben Miesmuscheln gedeihen im warmen und sauberen Meeresarm Oosterschelde auch stattliche Austern. Austern werden in Yerseke seit etwa 1870 "angebaut". Nicht ohne Grund gilt Yerseke als holländisches Zentrum der Muschelzucht.
Miesmuscheln
Von Juli bis April läuft die Muschelsaison in Holland. Ca. 100 000 Tonnen Miesmuscheln verlassen jährlich als Exportgut Yerseke. 60% der Seeland-Muscheln wandern ins benachbarte Belgien, 30% landen auf französischen Tellern, der Rest bleibt in Holland und wird zum Teil von dort nach Deutschland und Österreich exportiert.
Wann ist die beste Zeit Muscheln zu essen? Eine Faustregel besagt, dass man Muscheln nur in den Monaten essen soll, in denen ein "r" vorkommt. Diese Faustregel hat jedoch mit der Kühlung zu tun. In früherer Zeit wurden Muscheln auf dem Seeweg zu den Fischmärkten Belgiens transportiert. Die Muscheln haben das aber nur überlebt wenn die Temperatur niedrig war. Heute werden Muschelprodukte vom Fang bis zur Zubereitung konstant gekühlt. Somit können Muscheln durchaus das ganze Jahr über verspeist werden.
Pazifische Austern aus Holland
30 Millionen Stück (ca. 3.250 Tonnen) Pazifische Felsenaustern (Crassostrea Gigas) verlassen jedes Jahr die niederländische Halbinsel. Europäische Austern wurden bis Anfang der 1960er Jahre in großen Umfang kultiviert. Die Bestände wurden jedoch im Winter 1962/63, dem kältesten seit meteorologischer Aufzeichnung, stark dezimiert. Viruserkrankungen versetzten den restlichen Beständen dann endgültig den Todesstoß.
Heute kultivieren holländische Austernzüchter größtenteils Pazifische Austern – vor allem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und Robustheit. Aber auch europäische Flachaustern (Ostrea Edulis) werden noch immer angeboten. Die europäische Auster ist jedoch eher selten zu bekommen, da sie langsamer wächst und sich langsamer vermehrt. Die angebotenen Mengen sind daher klein und die Auster ein exklusiver Genuss !
Austernzucht mit "wilden" Austern
Zwischen drei und fünf Jahre benötigt eine Auster um heranzuwachsen. In Holland spricht man auch von "nasser Landwirtschaft", denn Muschellarven müssen zuerst ausgebracht, dann im Larvenstadium umgepflanzt (ein bis zweimal pro Jahr in wechselnde Becken) und nach entsprechender Zeit geerntet werden. In einem Jahr wachsen Austern ca. um 50g bis 60g. (Austerngrößen im Überblick !)
Bis eine Auster richtig ausgewachsen ist können bis zu sieben Jahre vergehen ! Und dabei ist es eigentlich nicht ganz richtig von Zucht zu sprechen. Denn Austern ernähren sich ausschliesslich von Plankton im Wattmeer. Die einzige Veredelungsmaßnahme von Menschenhand ist das zweimalige Umlagern pro Jahr. In Holland sprechen Austernzüchter deshalb von "wilden Austern" in ihrem Sortiment !
Bei Fisch-Gruber gibt`s neben Pazifischen Felsenaustern auch europäische Austern aus Holland ! Und da Fisch-Gruber besonders auf deren Qualität achtet, werden unsere georderten Austern erst kurz vor dem Transport "geerntet" und abgepackt. So sind sie bei ihrer Ankunft am Naschmarkt noch besonders frisch und schmecken herrlich nach "Meer" !
Tipp: Austern können bei konstanter Kühlung bis zu 14 Tage im Kühlschrank gelagert werden ohne zu sterben.
© Fisch-Gruber 2010 – für die besten Austern am Wiener Naschmarkt!


Jedes außergewöhnliche Produkt beginnt mit Leidenschaft: Von dieser brachte Henry Gillardeau eine Menge mit, als er 1898 in Bourcefranc-le-Chapus, auf der Ile d`Oléron bei La Rochelle, begann Austern zu züchten. Es war die Zeit, als Austernzuchten ihren Boom erlebten, gerade in dieser Region wo die Flüsse Charente und Seudre Süßwasser in die Meeresregion spülen. Der Familienname sollte, so seine Idee, zum Siegel für Qualität werden. Henri hatte Erfolg und konnte bald ein großes Haus gegenüber dem Rathaus des kleinen Ortes bauen. Er nannte sein Haus "ça m’suffit" – "Das reicht mir". "Mein Großvater konnte nicht lesen, aber er konnte zählen," erzählt Gérard. "Heute können Austernfarmer lesen, aber nicht mehr zählen."
Diese Tradition wurde in der Familie weitergeführt. Zu Beginn der 1970er Jahre übernahm Gérard Gillardeau die Geschäfte. Seine Vision war es, ein völlig neues Geschmackserlebnis bei Austern zu kreieren. So entstand die Gillardeau – eine Auster mit außergewöhnlichem Geschmack. Seine Austern wurden international zum Synonym für höchste Qualität und höchst erfolgreich. Trotz des Erfolges blieb sich der Familienbetrieb selbst treu und produziert konsequent nur höchste Qualität in kleinen Mengen. Heute wird das Unternehmen in vierter Generation von Thierry und Véronique Gillardeau geführt. Sie leben heute mit ihren zwei Kindern im "ça m’suffit".
Die Zahl der Austernfarmer in Westfrankreich nahm in den letzten 20 Jahren von 3000 auf 700 ab. Auch Gillardeau produziert nicht mehr dort, sondern zur Hälfte in der Normandie (bei Utah Beach) und zur Hälfte in Cork (Irland), wo das Wasser sauberer ist, weniger Parasiten und Traktoren leichter einsetzbar sind. Immer noch werden die Austern in Bourcefranc-le-Chapus sortiert und verpackt. Gillardeau produziert etwa 2000t der insgesamt 130000t in Frankreich geernteten Austern. Ein Video der Deutschen Welle gibt einen spannenden Einblick in die Welt der "Spéciales Gillardeau":

Nicht einfach eine Auster !
Gillardeaus werden insgesamt vier Jahre lang kultiviert. Die ersten 9 Monate sind die Austernlarven in Brutcontainern untergebracht und werden dann in Säcken für 3 Jahre in tieferes Wasser hinabgelassen. Nur dort findet sich besonders planktonreiches Wasser, das die Austern für Ihre Ernährung benötigen. Dabei wird auf eine niedrige Besatzdichte geachtet, sodass sich jede Auster gut entwickeln kann (in einen Sack, in den 1000 Austern passen, werden lediglich 135-150 Austern gepflanzt). 3 Jahre lang werden die Austern unermüdlich gepflegt und kultiviert, wobei sie regelmäßig gereinigt, (mit der Hilfe von Traktoren) gedreht und von Parasiten gereinigt werden. Über 60 Mal muss ein Sack Austern in diesen 3 Jahren manipuliert werden! Zum Schluss werden die Gillardeau Austern zum Reifen in Austernbeete ausgebracht. Dieser Prozess ist das besondere Geheimnis der Familie Gillardeau, denn die Dichte beim Reifen hat großen Einfluss auf die Qualität. Nach der Ernte werden die Austern streng sortiert und gereinigt.
Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art
Die Spéciales Gillardeau unterscheiden sich bereits auf den ersten Blick von anderen Austern: Ihr Fleisch ist besonders reich, fest und füllt die ganze Austernschale aus. Das Geschmackserlebnis ist zart und geschmackvoll, rein und kaum salzig. Mineralische und vegetative Aromen gehen sanft in einen leicht süßen und nussigen Geschmack über, der einen unendlich langen Abgang hat.
Der einzigartige Geschmack ist neben der intensiven Pflege auch durch die höchste Qualitätsstufe der Klärung bedingt. Bei Austern unterscheidet man 4 Qualitätsstufen: Huitre de Parc- Keine Klärung, Claires – Einfache Klärung, Fine de Claires- Spezielle Klärung , Special de Claires- Besonders lange Klärung. Die Spéciales Gillardeau werden 48-50 mal aus dem Wasser genommen, gewendet, geklärt und damit trainiert, den Deckel besonders fest zu schließen!
Fisch-Gruber importiert wöchentlich frische Spéciale Gillardeau Austern aus Frankreich ! Besuchen Sie uns am Naschmarkt oder unter http://shop.fisch-gruber.at.
Neu im Sortiment: Austern Spéciale Gillardeau – 3,50 EUR/Stück
© Fisch-Gruber 2011 – die besten Austern Wiens !

Rezepte

Alle Austern mit einem Austernmesser öffnen. Die Austern am besten auf einen Eierkarton setzen, damit die Austern nicht umfallen können und der köstliche Saft nicht ausläuft.

Austern mit Rotweinschalotten:
Für die Rotweinschalotten Schalotten einkochen bis sie schön dunkelrot sind. Danach abkühlen lassen, mit Essig und Pfeffer abschmecken.

Austern auf Blattspinat gratiniert:
Für die gratinierten Austern geputzten Spinat in brauner Butter anschwitzen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. In einem Schneekessel über Wasserdampf aus Eidotter, Weißwein und geklärter Butter eine Hollandaise aufschlagen. Austern aus der Schale lösen, den Spinat auf die sechs Schalen aufteilen, Auster darauf betten und mit der Sauce Hollandaise beträufeln. Im Rohr bei maximaler Oberhitze kurz gratinieren.

Japanisch marinierten Austern:
Für die japanisch marinierten Austern Wakamealgen in kaltem Wasser einweichen. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade rühren. Die Austern damit beträufeln und mit den aufgequollenen Wakamealgen garnieren.

Austern im Speckmantel:
Für die Austern im Speckmantel Austern auslösen und abtropfen lassen. Austern in die Speckscheiben wickeln. Wurzelgemüsewürfel in Butter anschwitzen, Schalotten dazugeben, ebenfalls kurz mit anschwitzen. Dann die Linsen beigeben, mit Weißwein und Balsamico-Essig aufgießen, Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Linsen in die im Rohr vorgewärmten Austernschalen füllen. Die Austern im Speckmantel in einer heißen Pfanne kurz anbraten und darauf platzieren.

Austern natur:
Die “Austern natur” so anrichten wie sie sind.

Austern mit Champagner:
“Austern mit Champagner” mit eben diesem aufgefüllt serviert.

Nun alle sechs verschieden zubereiteten Austern auf einen Teller mit Meersalz setzen und servieren.