Willkommen beim Infoportal von Fisch-Gruber!
Das Fisch-Gruber Team hat das Wissen von 5 Generationen für Sie versammelt - entdecken Sie die faszinierende Welt des Fisches und der Fischerei!
Fisch-Gruber macht Urlaub! – Geschäft am Wiener Naschmarkt wieder ab 1.9.2010 geöffnet!
Wie alle Jahre wieder schließt Fisch-Gruber Feinfischspezialitäten auch während der diesjährigen Sommermonate (von 20.7. bis 31.08. 2010) seine Einzelhandelspforten am Wiener Naschmarkt!
Da ein Großteil der Wildbestände kurz vor den Sommermonaten ablaicht, haben die Fischbestände dringend eine Erholung nötig. Die Laichstrapazen wirken sich zudem negativ auf die Fleischqualität aus (schwammig). Ab September haben sich 70 % der Süß & Seefischbestände wieder erholt, ab Oktober die restlichen 30 % wie Heringe, Kabeljau & seine Artgenossen, Seezunge, Steinbutt, Zander, Makrelen oder Wolfsbarsch wie auch Rotbarsch!
Fisch-Gruber achtet gerade zu dieser Zeit auf die Schonung der kostbaren Ressource Fisch. Und da nicht nur Fische sondern auch wir Menschen „Schonzeit“ brauchen, nutzen wir die Zeit um uns ebenfalls zu erholen.
Onlineshop geht in die Sommerpause!
Nach dem erfolgreichen Start unseres Onlineshops für Frischfisch im letzten Jahr, haben wir, aufgrund des eingeschränkten Frischfischangebots während der beiden Sommermonate, die virtuelle Filiale ebenfalls “geschlossen”.
Ab Mittwoch den 1.9.2010 sind wir dann wieder in voller Frische mit ausgesuchten Importen aus Kroatien, Norwegen, Dänemark, Griechenland und Italien für Sie da! Der Shop startet mit seiner gewohnten Produktvielfalt und Frische ebenfalls wieder zu dieser Zeit!
Wir wünschen allen Genießern und treuen Fisch-Gruber-Fans schöne und erholsame Sommermonate und freuen uns, Sie im Herbst wieder als Kunden begrüßen zu dürfen!
Ihr Fisch-Gruber-Team
CULIMER & WWF-Vietnam – Thunfischerei in Vietnam senkt Beifangraten drastisch !
Jedes Jahr landen über 20 000 Meeresschildkröten als „unerwünschter“ Beifang in den Fangschiffen von Langleinenflotten der Thunfischerei. Es ist Zeit für konkrete Maßnahmen! Ein holländisches Unternehmen und WWF-Vietnam zeigen, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit aussehen kann.
Hollands führender Thunfischimporteur und langjähriger Lieferant von Fisch-Gruber, CULIMER B.V. mit Sitz in Rotterdam, setzt auf Fischereiwirtschaft mit Verantwortung. Notwendig dafür sind nicht immer politische Reglementierungen sondern schlichtes „Handeln“ ! Der holländische Thunfischimporteur hat deshalb gemeinsam mit WWF-Vietnam ein Umweltprojekt ins Leben gerufen, das neben der Reduktion von unnötigem Beifang auch die Interessen der Fischer vor Ort im Fokus hat.
Partnerschaften mit Erfolg
Bereits 2008 startete CULIMER gemeinsam mit dem WWF-Vietnam das „Marine Beifang- und Langleinenbeobachtungsprogramm“ zur Reduzierung des unnötigen Beifangs von Meeresschildkröten. Das von politischen, wissenschaftlichen und privaten Interessen getragene Projekt konzentriert sich dabei primär auf die Modifikation des Fangequipments der Langleinenfischerei. Ein speziell entwickelter Fanghaken, der sog. „Circle-Hook“ kommt dabei zum Einsatz. Circle-Hooks sind rundförmig und können von Schildkröten nicht verschluckt werden. Die Beifangraten konnten so um bis zu 80 % reduziert werden !

„Together we can“ – (Problem)-Bewusstsein bilden !
Wie erreichen die Informationen aber die Fischer? „Es ist nicht einfach eine traditionelle Fangmethode zu ändern”, gibt Maarten van Geest von CULIMER Holland, zu verstehen. “Als Importeur müssen wir die Fischer in ihrer momentanen Lebenssituation erreichen. Und das schaffen wir nur durch die sinnvolle Zusammenarbeit mit WWF und Anreize nachhaltig zu denken sowie gezieltes Training vor Ort ! – Die modifizierten Haken werden daher von uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Neben anderen Anreizen zahlen wir auch für die Fänge mit „Circle-Hooks“ einen Extra-Bonus auf den regulären Marktpreis, denn schließlich bringen Fischer Dollars nach Hause, nicht Kilos !“

Hohe Standards auch in Zukunft
“Die ersten Schritte wurden gemacht; das letzte Training fand im März diesen Jahres statt, heute arbeiten die Fischer bereits mit Rundhaken”, gibt Maarten van Geest zu verstehen. Spezielle Trainigsprogramme schulen Fischer in der Folge bei der Verwendung von Sicherheitswerkzeug zur vorsichtigen Entfernung der Circle-Hooks bei Schildkröten. In den meisten Fällen werden diese wieder lebend im Meer ausgesetzt. Die hohen Standards werden auch von eigens dafür geschulten “Beobachtern” überwacht (“Observer-Programs”).
Die installierten Nachhaltigkeitsprojekte liegen dem engagierten Unternehmer auch persönlich am Herzen. So reist er regelmäßig nach Vietnam um die Entwicklungen zu verfolgen. “Es geht vor allem darum, den Thunfischern klar zu machen, dass diese Maßnahmen für die vietnamesische Fischerei von großer Bedeutung sind, sowohl ökologisch wie auch ökonomisch !”
© Fisch-Gruber 2010 – für nachhaltige Fischerei !
Ölpest im Golf von Mexiko – Eine Katastrophe bedroht Meer und Fischerei
Die schwerste Ölpest in der Geschichte der USA bedroht eines der fischreichsten Gewässer der Welt: Im Golf von Mexiko bangen Fischer, Umweltschützer und Bewohner um die natürliche Ressourcen. Fisch-Gruber informiert über die Auswirkungen der Katastrophe auf den Fischsektor.
Die Explosion der Tiefseeölbohrplattform Deepwater Horizon (im Besitz des BP-Konzernes) am 20. April 2010 löste eine verheerende Ölpest aus. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 5.6 bis 9.6 Millionen Liter Öl pro Tag ausströmen, die einen riesigen Ölteppich bilden. Dieser treibt auf die Küsten der amerikanischen Bundesstaaten Louisiana, Florida, Mississippi und Alabama zu, in denen mittlerweile der Notstand ausgerufen wurde.
Löscharbeiten an der Deepwater Horizon Plattform am 21.4.2010
Auswirkungen auf die Natur
Das Bohrloch liegt inmitten eines riesigen Tierschutzreservates, in dem sich neben wichtigen Brutgebieten für Reiher und Pelikane auch die Kinderstuben für Delfine, Meeresschildkröten und zahlreiche Fischarten befinden. Der Golf von Mexiko ist zudem eines der reichsten Gewässer an Shrimps, Krabben und Austern. In der Nähe des Ölteppichs hatte im Juni der Sauerstoffgehalt des Wassers bereits um 30% abgenommen und die Methankonzentration war stark erhöht. Dadurch werden vor allem Plankton und Kleinstorganismen geschädigt, die wiederum die Lebensgrundlage für andere Meerestiere darstellen.
Katastrophe für die Fischerei
Seit dem 2. Mai 2010 gilt ein Fischfangverbot für die von der Ölpest betroffenen Regionen. Mittlerweile sind 36% des Golfs von Mexiko für den Fischfang gesperrt. Am 24. Mai wurde von der US-Regierung der Notstand für die Fischereien in den Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana ausgerufen, wodurch Hilfszahlungen aus den nationalen Katastrophenfonds möglich werden.

Für die Fischerei gesperrtes Gebiet im Golf von Mexiko. – Quelle: http://sero.nmfs.noaa.gov/deepwater_horizon_oil_spill.htm
Für die am Golf von Mexiko gelegenen Bewohner gibt es vor allem 2 Einnahmequellen: Den Öl- und den Fischereisektor. Neben Fischfang werden intensiv Austern und Krabben gezüchtet. Der Sektor ist 2.4 Milliarden US-Dollar schwer und liefert bis zu 40% der Meeresfrüchte für den US-Markt. Mehr als 27000 Menschen sind in der Fischerei beschäftigt, darunter sehr viele Asiaten. Sie treffen die Ausfälle – ausgerechnet am Anfang der Shrimpsaison – besonders hart.
Seitens BP heißt es, man wolle „alle legitimen Forderungen wegen Schäden und Verlusten bezahlen, die objektiv überprüft werden können und mit der Ölpest zusammenhängen.“ Viele Fischer versuchen bei BP anzuheuern, um mit ihrem Booten wenigstens bei den Rettungsmaßnahmen etwas Geld zu verdienen. Berichten von US-Medien zufolge haben Fischer von BP eine einmalige Zahlung über 5000 US-Dollar erhalten – zu wenig um allein die Lebenserhaltungskosten zu decken.
Langzeitfolgen
Die langfristigen Folgen sind nur schwer abzuschätzen. Die unberechenbaren Strömungen und die ungewissen Versuche einer Abdichtung des Lecks lassen noch keine Schlüsse über die Entwicklung des Ölteppichs zu. Vor allem das sensible Meeresgefüge reagiert auch auf kleinste Schwankungen.

NASA Satellitenbild der Ölpest im Golfstrom (11.7.2010) mit deutlich sichtbaren Ölteppichen. – Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/
Bereits jetzt macht sich Panik auf den weltweiten Fischmärkten breit: Händler in den USA kaufen in Asien große Mengen an Shrimps, Tintenfischen und Krabben auf. Die Marktlage ist sehr gespannt, die Preise für Fisch und Garnelen sind stark im Steigen begriffen. Wolfgang Gruber dazu: „Unsere Lieferanten in Europa berichten uns von Lieferengpässen. Es gibt momentan viel zu wenig Ware am Markt und auch die Frachtkosten sind extrem gestiegen.“ Das hat zu einem Anziehen der Preise um teilweise 20% geführt.
Experten sprechen davon, dass das Öl im schlimmsten Fall noch 2-4 Jahre weiter ausfließen kann. Ob der Verursacher der Katastrophe auch eine Lösung finden wird, bleibt abzuwarten.
© Fisch-Gruber, 2010 – Bestens informiert!
YERSEKE – Europas “Muscheldorf Nr. 1″ – Muschelsaison ist immer !
Das Hafendorf Yerseke mit seinen über 6000 Einwohnern ist nicht nur Gourmets in Holland ein Begriff. Vor allem belgische und französische Kunden/-innen erwarten jedes Jahr sehnsüchtig die holländischen Meeresfrüchte.
Etwa eineinhalb Stunden südöstlich von Rotterdam, auf der Halbinsel Zuid-Beveland am Meeresarm Oosterschelde, liegt Yerseke (ausgespr.: Ierseke). Yerseke liegt in der niederländischen Provinz Zeeland (Seeland). Berühmt ist Yerseke wegen seiner Muscheln. Hier findet auch die einzige Muschelauktion der Welt statt und mehr als ein Drittel der über 6000 Einwohner leben vom angrenzenden Meer und seinen Erzeugnissen.
Neben Miesmuscheln gedeihen im warmen und sauberen Meeresarm Oosterschelde auch stattliche Austern. Austern werden in Yerseke seit etwa 1870 „angebaut“. Nicht ohne Grund gilt Yerseke als holländisches Zentrum der Muschelzucht.

Miesmuscheln
Von Juli bis April läuft die Muschelsaison in Holland. Ca. 100 000 Tonnen Miesmuscheln verlassen jährlich als Exportgut Yerseke. 60% der Seeland-Muscheln wandern ins benachbarte Belgien, 30% landen auf französischen Tellern, der Rest bleibt in Holland und wird zum Teil von dort nach Deutschland und Österreich exportiert.
Wann ist die beste Zeit Muscheln zu essen? Eine Faustregel besagt, dass man Muscheln nur in den Monaten essen soll, in denen ein “r” vorkommt. Diese Faustregel hat jedoch mit der Kühlung zu tun. In früherer Zeit wurden Muscheln auf dem Seeweg zu den Fischmärkten Belgiens transportiert. Die Muscheln haben das aber nur überlebt wenn die Temperatur niedrig war. Heute werden Muschelprodukte vom Fang bis zur Zubereitung konstant gekühlt. Somit können Muscheln durchaus das ganze Jahr über verspeist werden.
Pazifische Austern aus Holland
30 Millionen Stück (ca. 3.250 Tonnen) Pazifische Felsenaustern (Crassostrea Gigas) verlassen jedes Jahr die niederländische Halbinsel. Europäische Austern wurden bis Anfang der 1960er Jahre in großen Umfang kultiviert. Die Bestände wurden jedoch im Winter 1962/63, dem kältesten seit meteorologischer Aufzeichnung, stark dezimiert. Viruserkrankungen versetzten den restlichen Beständen dann endgültig den Todesstoß.
Heute kultivieren holländische Austernzüchter größtenteils Pazifische Austern – vor allem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und Robustheit. Aber auch europäische Flachaustern (Ostrea Edulis) werden noch immer angeboten. Die europäische Auster ist jedoch eher selten zu bekommen, da sie langsamer wächst und sich langsamer vermehrt. Die angebotenen Mengen sind daher klein und die Auster ein exklusiver Genuss !
Austernzucht mit „wilden“ Austern
Zwischen drei und fünf Jahre benötigt eine Auster um heranzuwachsen. In Holland spricht man auch von „nasser Landwirtschaft“, denn Muschellarven müssen zuerst ausgebracht, dann im Larvenstadium umgepflanzt (ein bis zweimal pro Jahr in wechselnde Becken) und nach entsprechender Zeit geerntet werden. In einem Jahr wachsen Austern ca. um 50g bis 60g. (Austerngrößen im Überblick !)
Bis eine Auster richtig ausgewachsen ist können bis zu sieben Jahre vergehen ! Und dabei ist es eigentlich nicht ganz richtig von Zucht zu sprechen. Denn Austern ernähren sich ausschliesslich von Plankton im Wattmeer. Die einzige Veredelungsmaßnahme von Menschenhand ist das zweimalige Umlagern pro Jahr. In Holland sprechen Austernzüchter deshalb von “wilden Austern” in ihrem Sortiment !
Bei Fisch-Gruber gibt`s neben Pazifischen Felsenaustern auch europäische Austern aus Holland ! Und da Fisch-Gruber besonders auf deren Qualität achtet, werden unsere georderten Austern erst kurz vor dem Transport “geerntet” und abgepackt. So sind sie bei ihrer Ankunft am Naschmarkt noch besonders frisch und schmecken herrlich nach “Meer” !
Tipp: Austern können bei konstanter Kühlung bis zu 14 Tage im Kühlschrank gelagert werden ohne zu sterben.
© Fisch-Gruber 2010 – für die besten Austern am Wiener Naschmarkt !
HELLA GRUBER 1942-2010
Die Familie Gruber trauert um Hella Gruber, die im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit in Rust/Burgenland verstorben ist. Ihr Sohn Wolfgang erinnert sich an die geschäftstüchtige, leidenschaftliche und bereits zu Lebzeiten legendäre Geschäftsfrau des Wiener Naschmarktes.
In tiefer Trauer muss ich bekannt geben, dass meine Mutter Hella Gruber am Samstag, dem 19. Juni 2010, nach langer Krankheit verstorben ist.

Hella Gruber, geborene Meisinger, wurde am 11.6.1942 mitten in den Wirren des zweiten Weltkriegs geboren. Ihre Lebensgeschichte ist mit dem Naschmarkt aufs engste verbunden. Als Kind der Marktstandlerfamilie Lämmermann-Meisinger half sie bereits früh im Geschäft mit. Dort lernte sie unter den gestrengen Augen ihrer Großmutter Luise Lämmermann das Standlergeschäft. Viele Kunden und Kundinnen können sich an Hella Gruber noch aus den 1960er und 1970er Jahren erinnern, als die junge Frau unermüdlich und jeden Tag das Geschäft erweiterte und betreute – stets resolut, wortgewaltig und nie um eine Antwort verlegen. Das junge Mädchen mit dem blauen Mantel und ihrem Fahrrad war als der “Blaue Blitz vom Naschmarkt” in der ganzen Innenstadt bekannt.
In den 1970ern übernahm sie zusammen mit ihrem Ehemann Erich Gruber das Geschäft und erweiterte es stark. Gemeinsam führten sie es bis 1997. So erinnere ich mich auch gerne an meine Mutter und Lehrerin – eine starke, fleißige und offenherzige Frau. Bei vielen unserer Kunden/-innen war Sie wegen Ihrer positiven Ausstrahlung und ihrer ehrlichen, korrekten Art sehr beliebt. Sie war wirklich über Jahrzehnte die Seele des Geschäfts und so manche Kunden/-innen kam ihretwegen immer wieder. Sie konnte Menschen mitreißen und positiv stimmen. Ihr verdanke ich ein besonderes Gespür für Geschäft und Produkt sowie die ausgeprägte Leidenschaft für Fisch. Die gemeinsame Zeit mit ihr im Geschäft am Wiener Naschmarkt wird mir immer in Erinnerung bleiben !
Die ganze Familie Gruber trauert um eine Ehefrau, Mutter und liebe Freundin!
Wolfgang Gruber









