Fisch-Gruber stellt Ihnen eine Delikatesse vor, die jahrhundertelang Naturheiler, Dichter und Genießer inspiriert hat. Klingt seltsam? Ist es auch! Tauchen Sie mit uns in die Geschichte der Hechtleber ein und entdecken Sie einen spannenden Leckerbissen.
Der Name Hecht ist sehr alt und aufgrund des charakteristischen Aussehens des Fisches bis heute erhalten geblieben. Sein Name ist mit den Wörtern Haken und Hechel (Gerät mit scharfen Spitzen zum Flachs-/Hanfreinigen) verwandt und legt ein beredtes Zeugnis davon ab, dass schon in früheren Zeiten die spitzen Zähne des Hechts bekannt und gefürchtet waren. Auch der englische Name (pike = Spitze) bzw. die französische Bezeichnung (brochet = Spieß) erinnern an die Form seines Kopfes.
Heilende Kräfte
Seit Jahrhunderten werden dem Fleisch des Hechtes und vor allem der Hechtleber heilende Kräfte nachgesagt. Die Mystikerin und Naturheilerin Hildegard von Bingen (1098-1179) schreibt beispielsweise in ihrem Buch von den Fischen über den Hecht: "Wenn der Mensch oft von seiner Leber ißt, verschafft ihm dies eine gute Verdauung" (zit. nach Petz-Glechner, ÖFG 1880). Auch heute noch schätzen viele Fischliebhaber/-innen die bekömmliche Wirkung des Hechtfleisches und der Hechtleber.
Vom Heilmittel zum Leberreim
Die Hechtleber brachte es sogar zu literarischem Ruhm! Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm schreibt über den Leberreim: "eine gattung reime aus dem stegreif, die über eine hechtleber gesprochen wurden". Diese Gedichtform, von Heinrich Schævius erfunden, beginnt immer mit den Worten "die leber ist vom hecht, und nicht von einem …" – wobei ein Tiername eingesetzt werden muss, auf den sich dann die nächste Zeile reimt. Ihre Blütezeit hatten diese sinnigen Reime im 18. Jahrhundert – "sie werden aber heutiges tages wenig geachtet", wie die Brüder Grimm schreiben.
Vom Reim zur Delikatesse
Heute ist die Hechtleber weniger Stoff für Gedichte, als Objekt der Begierde von Genießern/-innen. Fisch-Gruber importiert in der Hechtsaison wöchentlich 800kg frische, wild gefangene Hechte aus Schweden. Die Fische werden im Geschäft am Naschmarkt fachgerecht zerlegt, Kaviar und Leber werden frisch geerntet. Kein Industrieprodukt – nur so ist höchste Qualität garantiert.
Hechtleber eignet sich – wie andere Leberarten auch – hervorragend zum braten und backen. Auch Hechtlebernockerl lassen sich damit hervorragend zubereiten! Der Vorteil der Hechtleber von wild gefangenen Fischen gegenüber Lebern von Zuchtschweinen oder -rindern ist, dass sie weniger Giftstoffe und keine medikamentösen Belastungen (Antibiotika etc.) enthält.
Jetzt aktuell bei Fisch-Gruber am Naschmarkt in Wien: Frische Hechtleber von wilden Hechten aus Schweden – 100gr um 2.5 Euro !
Links:
Deutsches Wörterbuch: Leberreim
ÖFG 1880: Hecht
© Fisch-Gruber, 2009 – Der frischeste Fisch am Wiener Naschmarkt