Die Reinanke oder Felchen - einer der feinsten heimischen Fische überhaupt

Die Reinanken (lat. Coregonus) sind eine Gattung innerhalb der Lachsfische (lat. Salmonidae). Im Deutschen gibt es eine Vielzahl von Namen für die Reinanken – zum Beispiel Renken, Felchen, Coregonen, Schnäpel und Maränen. Je nach Gegend kann ein und dieselbe Art mehrere Namen haben; gleichzeitig kann aber auch ein Name eine Anzahl von verschiedenen Arten zusammenfassen.

Die einzelnen Arten der Reinanken lassen sich für Nichtbiologen nur schwer unterscheiden. Gemeinsam haben sie den Lebensraum: In tiefen Gebirgsseen, wie etwa dem Bodensee oder dem Millstätter See, leben die Reinanken in großen Wassertiefen von über 50 Metern als Jäger. Einige Arten kommen auch im Salzwasser der Nord- und Ostsee vor. Unterschiedliche Arten von Reinanken, die sich einen Lebensraum teilen, haben sich oft faszinierend arrangiert und halten unterschiedliche ökologische Nischen besetzt (d.h. eine Art jagt dann beispielsweise im freien Wasser, während eine andere Art am Boden nach Nahrung sucht).

Delikatesse – einst und jetzt

Reinanken waren speziell im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts beliebt und wurden stark überfischt. Das führte zur Gefährdung einiger Arten. Heute stellt oft die Gewässerverschmutzung eine große Gefahr da, wie jüngst am Traunsee. Die gute Wasserqualität der österreichischen Seen macht Reinanken jedoch zu einer heimischen Delikatesse!

Das feine, weiße Fleisch ist besonders mager und erfordert daher besonders zarte Handhabung beim Garen. Der niedrige Fettgehalt macht das Fleisch sehr kalorienarm, gleichzeitig trocknet es aber leicht aus. Besonders schmackhaft wird Reinanke daher im Ganzen gedämpft oder „Müllerin“ gebraten.
Einen Rezepttipp finden Sie hier!

© Fisch-Gruber – Heimischer Fisch am Naschmarkt