Heuschreckenkrebse, auch als Fangschreckenkrebse (Stomatopoda) bekannt, sind gefürchtete Jäger unter den Krebstieren. Anatomisch erinnert ihre Erscheinung an die europäische Gottesanbeterin (im englischen sind Heuschreckenkrebse daher auch als „Mantis-shrimps“ bekannt), einer Fangheuschrecke mit auffällig langen keulenartigen Fangbeinen unter der Brustpartie. Ein „schlagendes“ Argument im Revierkampf bzw. auf der Jagd!

Gnadenlose Jäger

Heuschreckenkrebse besitzen ein kräftig ausgebildetes, keulenartiges Beinpaar, das katapultartig nach vorne schnellt um die Beute kampfunfähig zu machen. Im Gegensatz zu den sogenannten „Schmetterern“ benutzen ihre artverwandten, die sogenannten „Speerer“, ihre mit Dornen besetzten Fangbeine um die Beute aufzuspießen. Beide Vorgänge laufen in Bruchteilen von Sekunden ab. Geschwindigkeiten bis zu 80 – 100m/s sind bei manchen Arten nicht ungewöhnlich. Ihre Durschlagskraft hinterlässt selbst bei gepanzerten Artgenossen wie Krebsen und Muscheln einen „bleibenden“, meist tödlichen, Eindruck.

„Scampi des Mittelmeeres“

Heuschreckenkrebse werden ca. 20 bis 25cm groß. In Japan gibt es eine Sushivariante mit rohem Heuschreckenkrebsfleisch, als „shako – 蝦蛄“ bezeichnet. Im mediterranen Bereich werden die beliebten Krustentiere manchmal auch als „Scampi“ angeboten. Die Italiener schätzen sie als Pannocchie. An den Küsten des Mittelmeeres werden Sie zumeist lebend angelandet und zum Kauf angeboten. Dank schwacher Aussenpanzerung kann das Fleisch des Schwanzteils leicht ausgelöst werden. Das Fleisch ist zart und erinnert an Hummerfleisch. Bei Fisch-Gruber finden Sie von Zeit zu Zeit lebende Exemplare aus Italien. Achten Sie auf unsere Infos zu „Frischlieferungen“.

Heuschreckenkrebs (de.) – Squille (franz.) – Mantis shrimp (engl.) – Galera (span.) – Canoccie, cicala di mare (ital.)

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