Gut 20 Kilometer südwestlich von Pisa liegt Livorno  – die zweitgrößte Stadt der Toskana mit ihren 160.000 Einwohnern. Direkt am tyrrhenischen Meer (Teil des Mittelmeers) gelegen, blickt Livorno auf eine spannende Vergangenheit zurück. Geschichte und Reichtum verdankt Livorno dem Meer an dem es liegt. Das einst verschlafene Fischerdorf markiert heute den Beginn der Toskanaküste, auch „etruskische Riviera“ genannt.
Kulinarische Tradition und Märkte
Am Mercato Centrale (Zentrale Markthalle, 1894) tummeln sich alt und jung und genießen das toskanische Kulinarium bei Espresso und Smalltalk. Hier ist auch der tägliche Fischmarkt* zuhause. Angepriesen wird fangfrische Regionalware wie Wolfsbarsch (Branzino), Goldbrasse (Orato), Meerbarben, Kalamari, Oktopus, Jakobsmuscheln sowie allerlei andere Muschelarten, Meeresfrüchte und Stockfisch (Stoccafisso). Fixe Fleisch-, Obst- und Gemüsestände sowie Marktstände mit Waren des täglichen Bedarfs geben dem Marktbild eine lustig belebte Note.
Heute noch sind die Livornesen für Ihre Gastfreundschaft bekannt. Das zeigt sich an der liebevoll bewahrten kulinarischen Tradition. Der Fischeintopf Cacciucco oder Triglie alla Livornese (Rotbarben in Tomatensauce) oder Riso al nero di seppia (Schwarzes Risotto mit Sepia) sind heute noch typische Gerichte der Stadt.
Geschichte einer Hafenstadt
Bereits um 1000 n. Chr. wird Livorno urkundlich erwähnt und dient den Römern als strategisch wichtiger Zugang zum Mittelmeer. Im stark frequentierten Militärposten am Mittelmeer erkannten die Stadtväter auch schnell einen lukrativen Handelsplatz. Multikulturalität ist in Livorno daher noch immer spürbar. Offenheit wird den Livornesen bis heute nachgesagt.
Dank Ausbau des Hafens und der Festungsanlagen gedieh das einstmalige Fischerdorf im Schatten Pisas und lief so im Handumdrehen der Republik ihren Rang ab. Im 17. Jhdt. wurde Livorno zum Freihafen erklärt. Die wirtschaftliche Hochblüte war vorprogrammiert. Fischerei und Kunsthandwerk waren zentrale Industrien und brachten der Stadt Wohlstand.
Ihre Bedeutung als Hafenmetropole ist auch heute noch spürbar. Die Marineakademie Accademia Navale bildet seit 1881 Offiziere der italienischen Marine aus. Der Fährhafen Livorno ist idealer Stützpunkt zur Erkundung der vorgelagerten Inseln Elba, Sardinien und Korsika.
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*Info: Planen Sie den Besuch des Fischmarktes früh am Morgen! Ausgesuchte Frischware gelangt bereits zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens auf den Markt.
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