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Schlagwortarchiv für: Goldbrasse

Fisch-Gruber achtet auf Wildfänge von kleinen FischerbootenBild: Fotolia.com/Thomas Leiss
Rund um den Fisch

Fisch aus Wildfang oder Zucht – was würden Sie kaufen?

Wolfsbarsch aus Zucht: Die Bauchhöhle ist fettig, die Organe kleben aneinander
Wolfsbarsch aus Zucht: Die Bauchhöhle ist fettig, die Organe kleben aneinander
Wolfsbarsch aus Wildfang: Wenig Fett, die Organe sind klar definiert
Wolfsbarsch aus Wildfang: Wenig Fett, die Organe sind klar definiert
Wolfsbarsch aus Zucht: Die Kiemen wirken, als wären sie zusammengeklebt
Wolfsbarsch aus Zucht: Die Kiemen wirken, als wären sie zusammengeklebt
Wolfsbarsch aus Wildfang: schön durchblutete und differenzierte Kiemenblätter
Wolfsbarsch aus Wildfang: schön durchblutete und differenzierte Kiemenblätter


Zahlreiche beliebte Speisefische werden heute in mehr oder weniger intensiver Aquakultur gezüchtet. Dazu zählen unter anderem die Fischklassiker Wolfsbarsch, Goldbrasse und Lachs. Auf den ersten Blick sind die Unterschiede zwischen den verschieden aufgezogenen Fischen und ihren wilden Pendants aber nur sehr schwer erkennbar.
Aquakultur und ist nicht Aquakultur
Fische zu kultivieren ist grundsätzlich keine neue Idee. Schon im Mittelalter legten Mönche in Europa Karpfenteiche an – in China geht diese Tradition noch viel weiter zurück. Bei der Fischzucht muss man grundsätzlich zwischen Friedfischen und Raubfischen unterscheiden. Friedfische (wie Karpfen) sind keine Jäger, sondern ernähren sich von Kleintieren und Pflanzen. Sie werden oftmals in traditionellen, naturnahen Teichwirtschaften mit minimaler Zufütterung aufgezogen.
Raubfische dagegen (wie Zander, Forelle und Hecht im Süßwasser, oder Wolfsbarsch und Goldbrasse im Meer) sind Jäger. Das wirkt sich natürlich auf ihr Verhalten und ihren Körperbau aus: Sie brauchen viel Platz und bauen durch die viele Bewegung Muskelgewebe auf (das wir dann am Teller als schmackhaftes, elastisches Fleisch schätzen). Um solche Raubfische zu züchten, muss tierisches Eiweiß zugefüttert werden. Dies geschieht in hochwertiger Aquakultur durch den Einsatz von Fischmehl. Beim Fischmehl gibt es signifikante Qualitätsunterschiede, was die Frische und den Fleischanteil der verwendeten Fische betrifft. Raubfische zu züchten ist ohne Frage mit viel Aufwand verbunden: Für 1kg Lachs benötigt man 4x so viel Futter. Noch extremer ist es bei Thunfisch, dort ist man 20-25x so viel Futter notwendig.
In industrieller Aquakultur wird oft minderwertiges Fischmehl eingesetzt bzw. das Fischmehl durch billigen Soja ersetzt. So findet sich teils nur 30% Fischmehl in der Nahrung. Die Fische wachsen durch das Sojaeiweiß schnell – bilden aber nicht ihre typische Fleischstruktur aus. So hält die Totenstarre bei solchen Fischen maximal 2 Tage statt den normalen 6 Tagen. Das Fleisch wird nach der Starre weich und hat keine Spannung mehr, wie zähe Eiscreme und ist auch weniger lang haltbar. Durch eine hohe Besatzdichte kommt es bei solchen Aquakulturen auch oft zu Verletzungen, ein Teil des tierischen Futters verbleibt im Wasser und verunreinigt es. Das macht aufwändige und energiefressende Filteranlagen und den Einsatz von Antibiotika nötig – die Begleiterscheinungen intensiver Aquakultur. Fisch-Gruber wählt seine Lieferanten sorgfältig aus und vermeidet Fisch aus industrieller Aquakultur (erfahren Sie z.B. hier mehr über unseren Lachs-Lieferanten aus Schottland).
Die inneren Werte zählen!
Durch die unterschiedliche Lebensweise (viel Bewegung, intensive Jagdphasen vs. wenig Bewegung) bildet ein und dieselbe Fischart völlig unterschiedliche Körpermerkmale aus. Da Meeresfisch in der EU grundsätzlich nur ausgenommen und ohne Kiemen verkauft werden darf, bekommen Sie den Unterschied aber nur selten zu Gesicht.
Auf den Fotos oben haben wir für Sie den Unterschied dokumentiert: Ein Wolfsbarsch aus Aquakultur (Griechenland) und aus Wildfang (Frankreich) – beide vor 1-2 Tagen gefangen und topfrisch. Es ist deutlich zu sehen, dass die Organe des Fisches aus Aquakultur nicht klar definiert sind – im Gegenteil, sie sind verfettet und schleimig. Der Fisch hat in der Bauchhöhle durch die mangelnde Bewegung viel Fett angelegt. Auch im Fleisch ist viel mehr Fett eingelagert – was sich im Geschmack manchmal als „tranig“ bemerkbar macht. Der Wildfisch hat dagegen saubere und klar definierte Organe, in der Bauchhöhle ist kaum Fett. Das Fleisch ist magerer und muskulöser, wodurch es sehr rein schmeckt und „Biss“ hat. Durch die andere Eiweißstruktur des Fleisches wird das Filet des gezüchteten Wolfsbarsches sehr rasch weich und labbrig, während das Filet des wilden Fisches länger elastisch und frisch bleibt.
Eine Sache des Nährwertes
Untersuchungen haben gezeigt, dass gezüchteter Fisch durchaus die gleiche Menge an essentiellen Omega-3 Fettsäuren aufweist, wie Fisch aus Wildfang. ABER: Der Gesamtfettgehalt von Zuchtfisch ist weitaus höher, das heißt auch die Menge an aufgenommenem gesättigtem (ungesunden) Fett ist ungleich höher.
Der Unterschied in der Zubereitung
Hochwertiger Fisch aus Wildfang hat wie beschrieben andere Eigenschaften als Fisch aus Aquakultur. Durch den niedrigeren Fettgehalt eignet er sich daher besonders für schonende Zubereitungsarten wie Dämpfen oder das Garen bei niedriger Temperatur.
Fisch aus Wildfang muss nicht teuer sein. Fisch-Gruber hat durch Eigenimporte ein großes Sortiment an unterschiedlichen Fischarten. Wir legen größten Wert auf Qualität. Dies fängt bei der Auswahl unserer Lieferanten an – hier akzeptieren wir nur Fisch von kleinen Booten, die innerhalb von 24h wieder anlanden. Wolfgang Gruber und sein Team beraten Sie gerne bei der Auswahl!
© Fisch-Gruber 2016 – Wilder Fisch in Wien

29. März 2016/von
https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotolia_19236169_S.jpg 551 871 https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2025/12/Logo-beweglich-2-300x166.gif 2016-03-29 18:44:072016-09-30 10:06:23Fisch aus Wildfang oder Zucht – was würden Sie kaufen?

Schlagwortarchiv für: Goldbrasse

Pochierte Dorade in einer Austern-Paradeiservinaigrette auf BlattspinatFotolia.com/ott
Goldbrasse

Pochierte Dorade in einer Austern-Paradeiservinaigrette auf Blattspinat

Zutaten

Zutaten für 4 Personen: 4 Doradenfilets à 100 g, Salz, Pfeffer, 250 ml Olivenöl, 6 Paradeiser, 5 Basilikumblätter - AUSTERN-PARADEISERVINAIGRETTE: 6 Austern, 125 ml Paradeiserwasser, 3 Lauchzwiebeln, 1 Kartoffel - SPINAT: 100 g Blattspinat 1 Schalotte

Doradenfilet auf eventuell verbliebene Gräten untersuchen und entfernen, mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Pfanne gut einen Finger hoch Olivenöl gießen. Das Öl erwärmen und 3 Paradeiser klein schneiden und einlegen. Die Paradeiser ca. 15 Minuten ziehen lassen, damit das Öl den Geschmack der Paradeiser annimmt. Den Fisch einlegen und ca. 5 Minute bei 60 °C ziehen lassen.

Für die Vinaigrette das Paradeiserwasser aufkochen lassen und mit geriebener Kartoffel leicht binden. Mit Salz und Pfeffer, abschmecken und abseihen. Die restlichen 3 Paradeiser schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Lauchzwiebel abkochen, klein schneiden und untermengen.

Die Austern öffnen, Austernfleisch grob hacken, mit den Paradeisern, Basilikum und dem Paradeiserfond vermischen, abschmecken.

Geputzten Blattspinat mit der fein geschnittenen Schalotte in ein wenig Olivenöl durchschwenken.

Pochierte Dorade mit der Austern-Paradeiservinaigrette auf Blattspinat anrichten.

Getränketipp: ein vielschichtiger Rotgipfler

16. Juli 2013/von Wolfgang Gruber
https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2019/12/doradepochiert.jpg 458 598 Wolfgang Gruber https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2025/12/Logo-beweglich-2-300x166.gif Wolfgang Gruber2013-07-16 11:49:132020-12-12 15:29:09Pochierte Dorade in einer Austern-Paradeiservinaigrette auf Blattspinat
Doradenfilet auf lauwarmem “indischen” LinsensalatFotolia.com/photocrew
Goldbrasse

Doradenfilet auf lauwarmem “indischen” Linsensalat

Zutaten

Zutaten für 4 Personen: 1 Dorade (ca. 800 g filetiert), 2 EL griffiges Mehl, 2 EL Olivenöl, Meersalz, weißer Pfeffer, 2 EL Zitronenmelisse, etwas Chilipulver - SALAT: 2 Schalotten, 2 EL Sherryessig, Salz, weißer Pfeffer, gemahlener Chili, 2 EL Senföl, 1 TL braune Senfsamen, 1 TL Bockshornklee, ½ TL Garam Masala-Gewürzmischung, 1 Tasse gelbe Linsen, etwas Wasser

1 Stunde
Die Schalotten feinwürfelig schneiden und mit dem Sherryessig verrühren, mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Chili würzen. Das Senföl erhitzen, die Senfsamen und den Bockshornklee kurz rösten (Vorsicht, wird schnell bitter!), Garam Masala zugeben und alles noch heiß zu den Schalotten geben.

Die Linsen in Salzwasser leicht bissfest kochen, abseihen und zur Marinade geben. Mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort ziehen lassen.

Die Dorade mit Salz und Pfeffer würzen, auf der Hautseite einschneiden, mit dem Mehl bestreuen und im Öl auf der Hautseite kross braten. Für die letzten 10 Sekunden auf die Fleischseite drehen.

Den Linsensalat auf Tellern anrichten, mit fein geschnittenen Melissenblättern bestreuen. Ein Doradenfilet auflegen, mit etwas Meersalz und frisch gemahlenem Chili bestreuen.

16. Juli 2013/von Wolfgang Gruber
https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotolia_76260457_XS.jpg 283 424 Wolfgang Gruber https://www.fisch-gruber.at/wp-content/uploads/2025/12/Logo-beweglich-2-300x166.gif Wolfgang Gruber2013-07-16 11:47:102020-12-12 15:29:09Doradenfilet auf lauwarmem “indischen” Linsensalat

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